22.11.2019

BÜFA initiiert Gründungs- und Innovationsinkubator in Oldenburg

BÜFA gewinnt GIZ gGmbH und Barthel Stiftung als Partner für Inkubator „ZUKUNFT.unternehmen“

Alte BÜFA Glas-Halle wird dafür ab 2020 umgebaut

Bei BÜFA läuft alles nach Plan: Zum einen verzeichnet das Oldenburger Chemieunternehmen nicht nur eine gute Geschäftsentwicklung, sondern wird auch wie vorgesehen den Neubau bei BÜFA Chemikalien in Hude-Altmoorhausen im Dezember übergeben bekommen. „Sowohl der Umsatz als auch das EBIT konnten wieder gesteigert werden“, zeigt sich Ralf Ramke, Finanzgeschäftsführer der BÜFA-Gruppe zufrieden. „Aktuell liegen wir bei einer Umsatzsteigerung von rund 4 Prozent und werden das Geschäftsjahr voraussichtlich mit circa 227 Mio. Euro abschliessen.“

Neben der Standorterweiterung bei BÜFA Chemikalien steht nun ein weiteres Projekt an: In der alten BÜFA Glas-Halle in Ohmstede entsteht ein Innovationszentrum, der Inkubator „ZUKUNFT.unternehmen“. Dafür konnte BÜFA sowohl die GIZ gGmbH als auch die Barthel Stiftung als Partner gewinnen.

Innovationen brauchen einen Ort, in dem günstige und flexibel einsetzbare Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, der aber auch Akteure verbindet und Kreativität stützt. In der alten BÜFA Glas-Halle in der August-Hanken-Straße, in der bis letztes Jahr SEMCO produziert hat, entsteht ein solcher Ort, der Leuchtturm für langfristige Innovationspartnerschaften in der Region sein kann. In dem Gründungs- und Innovationsinkubator sollen regionale Wirt-schaft mit Gründungsinteressierten und Startups mit digitalen, innovativen und nachhaltigen Ideen zusammengebracht werden.

„Start-ups sind enorm wichtig für unsere Wirtschaft. Außerhalb fest gefügter Unternehmens-strukturen entstehen viele neue Geschäftsmodelle und Innovationen“, führt Felix Thalmann, vorsitzender Geschäftsführer der BÜFA-Gruppe, aus. „Von Start-ups können etablierte Unternehmen Inspiration erfahren, die Start-ups wiederum von den Unternehmen Zugang zu Märkten erhalten und beide können sich gemeinsam auf zukünftige Marktentwicklungen erfolgreich einstellen. Deshalb haben wir die Initiative für einen Inkubator ergriffen und freuen uns, die GIZ gGmbH und die Barthel Stiftung als Partner für das Projekt gewonnen zu haben“, so Thalmann weiter.

„ZUKUNFT.unternehmen“ wird von der GIZ gGmbH, einem An-Institut an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg organisiert, verwaltet und betrieben. Die gemeinnützige Gesellschaft führt Veranstaltungen für junge Start-ups ebenso durch wie Gründungsberatung und Innovationsförderung. Die BÜFA-Gruppe selbst fungiert nicht nur als Vermieter des Objektes, sondern auch als Kooperationspartner in der Umsetzung. „Viele Startups benöti-gen in ihrer frühen Gründungsphase vor allem sehr flexible und kreative Räumlichkeiten, um ihre Ideen umzusetzen. Zudem benötigen sie ein gutes Netzwerk und Unterstützung, um schnell den Markt zu testen“, erläutert Miriam Wiediger, Geschäftsführerin der GIZ gGmbH, das Konzept. „Durch den Inkubator und die Anbindung an die BÜFA-Gruppe wird ein einzigartiges Konzept umgesetzt, das in Niedersachsen einmalig, in Deutschland kaum zu finden ist und Startups durch die Nähe zu einem regionalen Mittelständler viele Chancen bietet. Wir laden auch andere Mittelständler ein, Innovationspartnerschaften im „ZUKUNFT.unternehmen“ einzugehen“, fügt Wiediger hinzu.

Mit der Planung und Gestaltung des Inkubators ist das junge, überregional tätige Berliner Architekturbüro Schönborn Schmitz Architekten beauftragt worden. Der Ausbau der Inku-batorhalle soll auf Basis von umgebauten Seecontainern entstehen. Damit kann das Konzept phasenweise erweitert werden. In einem ersten Schritt werden ab 2020 acht Seecontainer aufgestellt. Dafür stellt die Gertrud und Hellmuth Barthel Stiftung als regionale Stiftung finanzielle Mittel zur Verfügung. „Der geplante Inkubator „ZUKUNFT.unternehmen“ leistet einen großen Beitrag für die regionale Wirtschaft im Nordwesten. Deshalb fördert die Barthel Stiftung gerne einen Teil des Ausbaus und unterstützt das Vorhaben“, begründet Kristian Evers, Vorstandsvorsitzender der Barthel Stiftung und Gesellschafter der Papier- und Kartonfabrik Varel das Engagement und ergänzt: „Auch für die Unternehmensgruppe rund um die Papier- und Kartonfabrik in Varel, die mit der Stiftung eng verbunden ist, bietet die Nähe zu innovativen Startups interessante Möglichkeiten.“

Neben dem Containerdorf bietet die rund 2000 Quadratmeter große Halle nicht nur Platz für Büro- und Seminarräume, sondern kann auch als Lager, Werkstatt oder für Veranstaltungen genutzt werden. In Summe ist vorgesehen in den kommenden Jahren 30 Seecontainer (40 Fuß) in der Halle zu verorten, welche dann zunächst 150 Arbeitsplätze bieten.

 

Berichteten von den Plänen (v.l.n.r.): Kristian Evers, Vorstandsvorsitzender der Barthel Stiftung und Gesellschafter der Papier- und Kartonfabrik Varel, Miriam Wiediger, Geschäftsführerin der GIZ gGmbH, Kai Geffken, Geschäftsführer WSM Funsport, Felix Thalmann, vorsitzender Geschäftsführer der BÜFA-Gruppe und Ralf Ramke, Geschäftsführer der BÜFA Holding. (Foto: BÜFA)

       

Blick in den geplanten Inkubator (Bilder: Schönborn Schmitz Architekten)

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