06.12.2021

BÜFA investiert in den kommenden Jahren erneut in Standorte

  • Robuste Geschäftsentwicklung in ersten drei Quartalen trotz schwieriger Liefersituation und starker Rohstoffpreisanstiege
  • Erweiterungen und Modernisierungen an drei Standorten geplant

Trotz einer bisher guten Geschäftsentwicklung im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sieht sich BÜFA auch ernst zu nehmenden Herausforderungen gegenüber. Denn weltweit zeigen sich die Märkte weiterhin ausgesprochen volatil. Um den globalen Marktschwankungen noch besser begegnen zu können, plant das Oldenburger Chemieunternehmen weitere Investitionen in seine Standorte.

„Insgesamt hat BÜFA in 2021 eine positive und robuste Geschäftsentwicklung verzeichnet “, zeigt sich der vorsitzende Geschäftsführer der BÜFA-Gruppe Felix Thalmann zufrieden. Sowohl im Umsatz als auch in den Absatzmengen konnten wir zulegen, wozu unsere internationalen Gesellschaften überproportional beigetragen haben“, so Thalmann weiter.

Der konsolidierte Konzernumsatz der BÜFA-Gruppe stieg in den ersten drei Quartalen um 42 Prozent auf 255 Mio. EUR. Die Absatzmengen haben sich im vergangenen Geschäftsjahr noch einmal um mehr als 13 Prozent auf 190 tausend Tonnen erhöht. „Ungeachtet dessen behalten wir die derzeitigen Marktentwicklungen und die anspruchsvolle Versorgungslage aufmerksam im Auge“, ergänzt der kaufmännische Geschäftsführer Ralf Ramke. „Zahlreiche Effekte könnten die Ergebnisentwicklung nicht nur des laufenden Jahres, sondern auch des kommenden Geschäftsjahres beeinflussen“, erläutert Ramke.

Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei zahlreichen Rohstoffen hatte im Verlauf des Jahres nicht nur einen Anstieg vieler Rohstoffpreise zu Folge. Dies führte auch zu zahlreichen Engpässen in den Lieferketten. Verantwortlich dafür waren und sind nicht nur direkte Auswirkungen der Corona-Pandemie, wie Kapazitätsreduzierungen in der Logistik oder die knappe Verfügbarkeit von Seecontainern. Es sind auch Ereignisse, wie der Kälteeinbruch in Teilen der USA Anfang des Jahres oder der Hurrikan Ida Ende August. Beide Ereignisse legten Großteile der chemischen Industrie in zahlreichen US-Staaten lahm.

Zusätzlich verschärfte die chinesische Energiepolitik Mitte des Jahres die Lage auf den ohnehin schon angespannten globalen Rohstoffmärkten. In vielen chinesischen Provinzen wurde durch Regulierung des Energieverbrauches eine Reduzierung beim Abbau von Rohstoffen und bei der Produktion von Zwischenprodukten von teilweise bis zu 90 Prozent verzeichnet. „Für die Industrie ist die Versorgungssituation dieses Jahr mehr als herausfordernd gewesen und es gibt nach wie vor wenig Anzeichen von Entspannung“, berichtet Tim Wenzel, Leiter der Beschaffung bei BÜFA.

Die Corona-Pandemie habe aufgezeigt, wie komplex und verwundbar die aufgebauten Versorgungsnetze sind. Um die Effizienz der Lieferketten immer weiter zu steigern, seien viele Märkte in den letzten Jahren dazu tendiert, Lagerbestände abzubauen und das Lager auf die die Straßen zu verlegen. Dieses Konzept, bei dem die in der Produktion benötigten Rohstoffmengen zu dem Zeitpunkt geliefert werden sollen, zu dem sie verarbeitet werden, wird oft als „Just-In-Time“ bezeichnet. „Solche Prozesse sind auf sehr effiziente und reibungslose Abläufe angewiesen und in diesem Jahr vielerorts an Grenzen gestoßen“, erklärt Wenzel.

Um die regionale Versorgung mit Grundchemikalien sicherzustellen, hatte BÜFA bereits in der Vergangenheit die Lagerkapazitäten an den Distributionsstandorten in Hude-Altmoorhausen und im niederländischen Almelo ausgebaut. Das hat sich in der aktuellen Corona-Krise als ein Vorteil für die Versorgungs- und Liefersituation erwiesen.

„An beiden Standorten sind derzeit weitere Investitionen geplant, um die Kapazitäten noch einmal erhöhen und die hohe Nachfrage auch in Zukunft bedienen zu können“, schildert Thalmann. In Almelo soll das Erweiterungsprojekt, das auch CO2-optimierende Maßnahmen beinhaltet, in 2022 starten. Bei BÜFA Chemikalien in Hude-Altmoorhausen ist der Zukauf von weiteren 12.000 Quadratmetern, die der Gemeinde Hatten angehören, ebenfalls konkret in Planung. Hier ist BÜFA in guten Gesprächen mit den beiden Gemeinden Hude und Hatten. Darüber hinaus werden auch bei BÜFA Reinigungssysteme in Oldenburg Tanklager und Produktionsbereiche aufgrund der stärkeren Nach­frage nach ökologischen Rohstoffen modernisiert. „Mit den neuen Investitionen wird nicht nur der Grundstein für künftiges Wachstum gelegt, es ist auch ein klares Bekenntnis zu den Stand­orten“, schließt Thalmann die Vorstellung der Pläne.

Bildunterschrift: Tim Wenzel (Leiter Beschaffung), Felix Thalmann (CEO) und Ralf Ramke (CFO)

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