BÜFA setzt Wachstum in 2021 fort

Positive Geschäftsdynamik aufgrund guter Rohstoffverfügbarkeit und Lagerkapazität 

Nachhaltigkeit wird auf allen Ebenen stark vorangetrieben 

Das Oldenburger Chemieunternehmen BÜFA hat im Geschäftsjahr 2021, das nach wie vor unter dem Einfluss der weltweiten Corona-Pandemie stand, eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung verzeichnen können. Dazu beigetragen haben gute Verfügbarkeiten von Rohstoffen und hohe Lagerkapazitäten trotz der internationalen Lieferengpässe. So konnte die BÜFA-Gruppe ihre Kunden durchgängig mit Produkten und Dienstleistungen versorgen. Im laufenden Geschäftsjahr bleibt die Situation aber hinsichtlich der Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit von Rohstoffen und Handelswaren durch gestörte Lieferketten weiterhin herausfordernd.

Der konsolidierte Konzernumsatz der BÜFA-Gruppe konnte im Vergleich zu 2020 deutlich von 244 Mio. EUR auf 343 Mio. EUR gesteigert werden. Die Absatzmengen haben sich im vergangenen Geschäftsjahr um rund 10 Prozent auf 251 tausend Tonnen erhöht. Das ordentliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 26 Mio. EUR. Zugleich ist BÜFA nach wie vor solide finanziert. Die Eigenmittelquote liegt auf Gruppenebene bei rund 50 Prozent der Bilanzsumme.

„Wir haben die vielen Widrigkeiten der Pandemie gut bewältigt und uns über die Unternehmensgruppe hinweg mit unterschiedlichen Ausprägungen positiv entwickelt “, resümiert Felix Thalmann, vorsitzender Ge­schäfts­führer der BÜFA-Gruppe. Während das Chemiehandelsgeschäft und der Composite-Bereich zulegen konnten, blieb die Entwicklung bei BÜFA Reinigungssysteme auch aufgrund von pandemisch bedingten Marktschwierigkeiten zunächst verhalten. „In allen Geschäftsfeldern mussten wir zudem die enormen Preissteigerungen bei den Rohstoffen zum Teil auch an unsere Kunden weitergeben“, ergänzt der kaufmännische Geschäftsführer Ralf Ramke.

Insgesamt will BÜFA in den kommenden Jahren aber sein organisches Wachstum beschleunigen. „Gemeinsam mit unseren Beschäftigten haben wir dafür schon die Weichen gestellt. Aufgrund unserer Standorterweiterungen haben wir die Möglichkeiten für große Lagerkapazitäten sowie gute Verfügbarkeiten von Rohstoffen und damit für eine resilientere Lieferkette geschaffen. Diese Wettbewerbsvorteile wollen wir auch künftig erfolgreich nutzen“, erläutert Thalmann.

So zeigt sich das Geschäft von BÜFA im laufenden Jahr bisher dynamisch. Die Nachfrage war in allen Geschäftsbereichen in den vergangenen Monaten hoch. Welche Folgen neben der strikten Null-Covid Strategie Chinas der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine haben wird, bleibt jedoch abzuwarten. „In der Vergangenheit waren die Ukraine und Russland sowohl Absatz- als auch Bezugsgebiete. Hier haben wir nach dem russischen Überfall auf die Ukraine keine neuen Geschäfte mehr mit Russland abgeschlossen“, berichtet Ramke. Durch beide politischen Entwicklungen steigen aber immens die Preise für Energie und Rohstoffe. „Dadurch geraten nicht nur die Margen zusehends unter Druck, sondern auch die immer höheren Logistikkosten bereiten Sorgen“, führt Ramke weiter aus.

Trotz der schwierigen weltpolitischen Rahmenbedingungen konzentriert sich das Oldenburger Familienunternehmen weiter auf ein bedeutendes Thema unserer Zeit – die Nachhaltigkeit. Bereits in 2021 hat BÜFA durch Kompensationsmaßnahmen die Emissionen im direkten Einflussbereich an den deutschen Standorten klimaneutral gestellt. „Es war klar, dass Kompensieren nur ein erster Schritt sein würde“, betont Thalmann. Um die Klimaneutralität und die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft zu erreichen, habe sich BÜFA mit neuen internen Projekten ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesteckt.

Zum einen hat BÜFA begonnen, Produkte mit dem Product Carbon Footprint (PCF) zu bewerten. Mit dem PCF wird der Beitrag eines Produktes zum Klimawandel entlang seines gesamten Lebenszyklus gemessen und Transparenz geschaffen über die damit verbundenen Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus wurde ein Screening des Rohstoffportfolios im Bereich Chemicals vorgenommen, das anhand von intern festgelegten Kriterien den Einfluss auf Mensch und Umwelt aufzeigt. Zudem werden für die Geschäftsfelder Cleaning und Composites ebenfalls Standards für Produkte definiert, um ökologische Aspekte besser einordnen und Zukunftsindustrien mit innovativen Produktlösungen unterstützen zu können.

Zum anderen setzt BÜFA verstärkt erneuerbare Energien ein. „Wir beziehen nicht nur Strom aus regenerativen Quellen, wir erzeugen bereits selbst Strom durch die Installation einer Photovoltaikanlage an unserem Standort BÜFA Reinigungssysteme in Oldenburg“, schildert Thalmann. Neben der Solarenergie ist auch geplant, künftig intensiver Windkraft zu nutzen. So ist das Oldenburger Chemieunternehmen hier in konkreten Gesprächen mit dem Landwirt Christian Meyer-Hullmann, um gemeinsam einen Energiepark in Rastede zu betreiben.

Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit dem verantwortungsvollen Umgang der Ressource Wasser. „In der Konsequenz heißt das für BÜFA, nicht nur Wasser einzusparen und Abwasser zu reduzieren, sondern an unseren Standorten abwasserfrei zu produzieren“, gibt Thalmann abschließend eine Perspektive in zukünftige, nachhaltige Produktionsverfahren bei BÜFA.

 

Positive business momentum due to good raw material availability and storage capacity. Sustainability is strongly promoted at all levels

The Oldenburg-based chemical company BÜFA was able to report positive sales and profit development in fiscal year 2021, which continued to be impacted by the global corona pandemic. Good availability of raw materials and high storage capacities contributed to this despite the international supply bottlenecks. As a result, the BÜFA Group was able to supply its customers with products and services throughout. In the current fiscal year, however, the situation remains challenging with regard to the availability and supply capability of raw materials and merchandise due to disrupted supply chains. 

Compared to 2020, the consolidated group sales of the BÜFA Group increased significantly from EUR 244 million to EUR 343 million. Sales volumes increased by around 10 percent to 251 thousand tons in the past fiscal year. Ordinary results before interest and taxes (EBIT) amounted to EUR 26 million.  At the same time, BÜFA continues to be solidly financed. The equity ratio at group level is around 50 percent of total assets.

„We have managed the many adversities of the pandemic well and have developed positively throughout the Group with varying degrees of success,“ sums up Felix Thalmann, Chairman and CEO of the BÜFA Group. While the chemical trading business and the composites sector were able to grow, the development at BÜFA Reinigungssysteme initially remained subdued, also due to pandemic-related market difficulties. „In all business areas, we also had to pass on some of the enormous price increases for raw materials to our customers,“ adds Commercial Director Ralf Ramke. 

Overall, however, BÜFA intends to accelerate its organic growth in the coming years. „Together with our employees, we have already set the course for this. Due to our site expansions, we have created the possibilities for large storage capacities as well as good availability of raw materials and thus for a more resilient supply chain. We want to continue to successfully exploit these competitive advantages in the future,“ explains Thalmann. 

Thus, BÜFA’s business has been dynamic so far this year. Demand has been high in all business areas in recent months. However, it remains to be seen what consequences Russia’s war of aggression on Ukraine will have in addition to China’s strict zero-covid strategy. „In the past, Ukraine and Russia were both sales and supplier areas. Here, after the Russian invasion of Ukraine, we no longer did any new business with Russia,“ Ramke reports. However, as a result of both political developments, prices for energy and raw materials are rising immensely. „This not only puts margins under increasing pressure, but the ever higher logistics costs are also a cause for concern,“ Ramke continues.

Despite the difficult global political conditions, the Oldenburg family-owned company continues to focus on an important topic of our time – sustainability. As early as 2021, BÜFA has already made emissions in its direct sphere of influence at its German sites climate-neutral through compensation measures. „It was clear that compensating would only be a first step,“ emphasizes Thalmann. To achieve climate neutrality and the transformation to a circular economy, he says BÜFA has set itself ambitious sustainability goals with new internal projects.

For one, BÜFA has started to evaluate products with the Product Carbon Footprint (PCF). The PCF measures a product’s contribution to climate change along its entire life cycle and creates transparency about the associated greenhouse gas emissions. In addition, a screening of the raw material portfolio in the Chemicals business unit was carried out, which uses internally defined criteria to show the impact on people and the environment. In addition, standards for products are also being defined for the Cleaning and Composites business units in order to better classify ecological aspects and support future industries with innovative product solutions.

On the other hand, BÜFA is increasingly using renewable energies. „We not only obtain electricity from renewable sources, we already generate electricity ourselves by installing a photovoltaic system at our BÜFA Reinigungssysteme site in Oldenburg,“ Thalmann describes. In addition to solar energy, there are also plans to make more intensive use of wind power in the future. For example, the Oldenburg-based chemical company is in concrete talks with farmer Christian Meyer-Hullmann about jointly operating an energy park in Rastede.   Another project is concerned with the responsible use of water as a resource. „Consequently, for BÜFA this means not only saving water and reducing wastewater, but also producing without wastewater at our sites,“ concludes Thalmann, giving a perspective on future sustainable production processes at BÜFA. 

BÜFA investiert in den kommenden Jahren erneut in Standorte

  • Robuste Geschäftsentwicklung in ersten drei Quartalen trotz schwieriger Liefersituation und starker Rohstoffpreisanstiege
  • Erweiterungen und Modernisierungen an drei Standorten geplant

Trotz einer bisher guten Geschäftsentwicklung im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sieht sich BÜFA auch ernst zu nehmenden Herausforderungen gegenüber. Denn weltweit zeigen sich die Märkte weiterhin ausgesprochen volatil. Um den globalen Marktschwankungen noch besser begegnen zu können, plant das Oldenburger Chemieunternehmen weitere Investitionen in seine Standorte.

„Insgesamt hat BÜFA in 2021 eine positive und robuste Geschäftsentwicklung verzeichnet “, zeigt sich der vorsitzende Geschäftsführer der BÜFA-Gruppe Felix Thalmann zufrieden. Sowohl im Umsatz als auch in den Absatzmengen konnten wir zulegen, wozu unsere internationalen Gesellschaften überproportional beigetragen haben“, so Thalmann weiter.

Der konsolidierte Konzernumsatz der BÜFA-Gruppe stieg in den ersten drei Quartalen um 42 Prozent auf 255 Mio. EUR. Die Absatzmengen haben sich im vergangenen Geschäftsjahr noch einmal um mehr als 13 Prozent auf 190 tausend Tonnen erhöht. „Ungeachtet dessen behalten wir die derzeitigen Marktentwicklungen und die anspruchsvolle Versorgungslage aufmerksam im Auge“, ergänzt der kaufmännische Geschäftsführer Ralf Ramke. „Zahlreiche Effekte könnten die Ergebnisentwicklung nicht nur des laufenden Jahres, sondern auch des kommenden Geschäftsjahres beeinflussen“, erläutert Ramke.

Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei zahlreichen Rohstoffen hatte im Verlauf des Jahres nicht nur einen Anstieg vieler Rohstoffpreise zu Folge. Dies führte auch zu zahlreichen Engpässen in den Lieferketten. Verantwortlich dafür waren und sind nicht nur direkte Auswirkungen der Corona-Pandemie, wie Kapazitätsreduzierungen in der Logistik oder die knappe Verfügbarkeit von Seecontainern. Es sind auch Ereignisse, wie der Kälteeinbruch in Teilen der USA Anfang des Jahres oder der Hurrikan Ida Ende August. Beide Ereignisse legten Großteile der chemischen Industrie in zahlreichen US-Staaten lahm.

Zusätzlich verschärfte die chinesische Energiepolitik Mitte des Jahres die Lage auf den ohnehin schon angespannten globalen Rohstoffmärkten. In vielen chinesischen Provinzen wurde durch Regulierung des Energieverbrauches eine Reduzierung beim Abbau von Rohstoffen und bei der Produktion von Zwischenprodukten von teilweise bis zu 90 Prozent verzeichnet. „Für die Industrie ist die Versorgungssituation dieses Jahr mehr als herausfordernd gewesen und es gibt nach wie vor wenig Anzeichen von Entspannung“, berichtet Tim Wenzel, Leiter der Beschaffung bei BÜFA.

Die Corona-Pandemie habe aufgezeigt, wie komplex und verwundbar die aufgebauten Versorgungsnetze sind. Um die Effizienz der Lieferketten immer weiter zu steigern, seien viele Märkte in den letzten Jahren dazu tendiert, Lagerbestände abzubauen und das Lager auf die die Straßen zu verlegen. Dieses Konzept, bei dem die in der Produktion benötigten Rohstoffmengen zu dem Zeitpunkt geliefert werden sollen, zu dem sie verarbeitet werden, wird oft als „Just-In-Time“ bezeichnet. „Solche Prozesse sind auf sehr effiziente und reibungslose Abläufe angewiesen und in diesem Jahr vielerorts an Grenzen gestoßen“, erklärt Wenzel.

Um die regionale Versorgung mit Grundchemikalien sicherzustellen, hatte BÜFA bereits in der Vergangenheit die Lagerkapazitäten an den Distributionsstandorten in Hude-Altmoorhausen und im niederländischen Almelo ausgebaut. Das hat sich in der aktuellen Corona-Krise als ein Vorteil für die Versorgungs- und Liefersituation erwiesen.

„An beiden Standorten sind derzeit weitere Investitionen geplant, um die Kapazitäten noch einmal erhöhen und die hohe Nachfrage auch in Zukunft bedienen zu können“, schildert Thalmann. In Almelo soll das Erweiterungsprojekt, das auch CO2-optimierende Maßnahmen beinhaltet, in 2022 starten. Bei BÜFA Chemikalien in Hude-Altmoorhausen ist der Zukauf von weiteren 12.000 Quadratmetern, die der Gemeinde Hatten angehören, ebenfalls konkret in Planung. Hier ist BÜFA in guten Gesprächen mit den beiden Gemeinden Hude und Hatten. Darüber hinaus werden auch bei BÜFA Reinigungssysteme in Oldenburg Tanklager und Produktionsbereiche aufgrund der stärkeren Nach­frage nach ökologischen Rohstoffen modernisiert. „Mit den neuen Investitionen wird nicht nur der Grundstein für künftiges Wachstum gelegt, es ist auch ein klares Bekenntnis zu den Stand­orten“, schließt Thalmann die Vorstellung der Pläne.

Bildunterschrift: Tim Wenzel (Leiter Beschaffung), Felix Thalmann (CEO) und Ralf Ramke (CFO)

BÜFA steuert sicher durch das Coronajahr

  • Wachstum auch im europäischen Auslandsgeschäft trotz volatiler Märkte
  • Nachhaltigkeit im Unternehmen verstärkt im Fokus

Trotz des massiven Einflusses durch die Corona-Krise konnte BÜFA ein gutes Ergebnis in 2020 erzielen. Auch in den neuen europäischen Gesellschaften ist es im vergangenen Geschäftsjahr gelungen, die nicht unerheblichen Auswirkungen der Krise zu meistern und profitabel zu wachsen. Zugleich hat das Oldenburger Chemieunternehmen seine Beschäftigten mit zahlreichen Maßnahmen sicher durch die Pandemie begleitet. Für die laufende Geschäftsentwicklung bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die teils starken Preiserhöhungen bei den Rohstoffen sowie Risiken und Einschränkungen bei der Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit von Rohstoffen und Handelswaren weiter auswirken werden.

Der konsolidierte Konzernumsatz der BÜFA-Gruppe konnte im Vergleich zu 2019 um rund 8 Prozent von 224 Mio. EUR auf 244 Mio. EUR gesteigert werden. Die Absatzmengen haben sich im vergangenen Geschäftsjahr noch einmal um rund 8,5 % auf 166 tausend Tonnen erhöht. Das ordentliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte vor allem auch durch den Aufbau und Zukauf der neuen Standorte in Europa auf über 12 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr 9,1 Mio. EUR).

„Das Jahr 2020 war herausfordernd, aber wir sind robust durch die Pandemie gekommen“, fasst Felix Thalmann, vorsitzender Geschäftsführer der BÜFA-Gruppe das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen. Die Corona-Pandemie habe die bisherige Arbeitswelt von einem auf den anderen Tag verändert: Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen zum Schutz der Beschäftigten seien ebenso eingeführt worden wie isolierte Schichten, verstärktes Arbeiten von zu Hause und zahlreiche digitale Kommunikationstechniken. „Unter all diesen Umständen konnten wir dennoch gemeinsam mit unseren Beschäftigten in vielen Bereichen die Weichen für unser zukünftiges Wachstum stellen“, so Thalmann weiter.

Im Coronajahr 2020 zeigten sich die Märkte durch veränderte Rahmenbedingungen sehr volatil. Während es im Bereich der Desinfektionsmittel und bei einzelnen Rohstoffen wie Ethanol, Isopropylalkohol oder Glycerin extrem hohe Nachfragen gab, entwickelte sich im vergangenen Frühjahr der europäische Composites-Bereich aufgrund von Betriebsschließungen und unterbrochenen Lieferketten stark rückläufig. „Insgesamt sind wir jedoch weiterhin breit und stabil aufgestellt sowie sehr solide finanziert. Die Eigenmittelquote liegt auf Gruppenebene bei rund 50 Prozent der Bilanzsumme“, ergänzt der kaufmännische Geschäftsführer Ralf Ramke.

Aufgrund der besonderen Versorgungssituation von Rohstoffen wirkten sich die klassischen Chemiehandelsgeschäfte insbesondere auch in den Benelux-Ländern und im Export positiv auf den Gesamtumsatz von BÜFA aus. Darüber hinaus wurde im Spätsommer 2020 das neue Hochregallager am Standort Hude-Altmoorhausen in Betrieb genommen, um die logistischen Potenziale weiter erhöhen zu können. Hinzu kamen die Investitionen in neue und moderne Abfülleinrichtungen, um zukünftig Abläufe noch effizienter zu gestalten.

Mit dem Kauf von AOC (UK) Ltd. in Großbritannien Anfang 2020 sowie dem Aus- und Aufbau des Distributionsgeschäftes im Bereich der Composites-Aktivitäten in Europa wurden zugleich wichtige Grundsteine für eine profitablere Entwicklung gelegt. „Auch hier ist erfolgreiche Arbeit geleistet worden, wenngleich der Einfluss der Pandemie auf die Geschäftsentwicklung nicht unerheblich war“, berichtet Ramke.

Bereits im vierten Quartal 2020 hatte sich im Composite-Bereich die Nachfrage aber wieder stabilisiert. Seit Jahresbeginn 2021 werden die Kapazitäten europaweit sogar auf Vollauslastung hochgefahren, da vor allem im Bausektor und im Freizeitbereich eine hohe Nachfrage nach Composite-Bauteilen besteht.

„Insgesamt stehen wir aktuell nach Ablauf des ersten Quartals 2021 in der BÜFA-Gruppe durchaus gut da. Dennoch beeinflussen die Preisentwicklungen und die Versorgungssicherheit nach wie vor das Tagesgeschäft. Der weitere Verlauf des Jahres bleibe daher herausfordernd“, so Ramke.

Ungeachtet der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie  ist und bleibt auch die Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema bei BÜFA. Mit verschiedenen Maßnahmen stärkt das Oldenburger Chemieunternehmen nachhaltiges Handeln auf allen Unternehmensebenen. Auf den Prüfstand kommen dafür kontinuierlich sowohl Produkte als auch Prozesse. Gemeinsam mit Studierenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg wurden beispielsweise in Workshops und Seminarmodulen im Herbst und Winter des vergangenen Jahres Konzepte für innovative Logistiklösungen, Digitalisierungslösungen im Kundenservice oder für regionale Klima-Projekte erarbeitet.

Darüber hinaus hat sich BÜFA in diesem Jahr noch ein großes Ziel gesteckt: „Wir wollen an unseren deutschen Standorten unsere Emissionen im direkten Einflussbereich klimaneutral stellen“, schildert Thalmann. Dafür unterstütze das Unternehmen in einem ersten Schritt Kompensationsprojekte wie die Wiedervernässung von Mooren. „Zugleich arbeiten wir in Projekten aber daran, unsere CO₂-Emissionen langfristig zu vermindern oder zu vermeiden“, erläutert der vorsitzende Geschäftsführer der BÜFA-Gruppe weiter. So sei die Installation einer Photovoltaikanlage genauso in Prüfung wie das Kanister-Recycling oder das Vorantreiben von E-Mobilität. „Für uns ist klar, dass Nachhaltigkeit der Indikator für erfolgreiche, wettbewerbsfähige Unternehmen sein wird“, ist Thalmann überzeugt.

BÜFA geht neue Wege mit „Azubi-Firma“ und Beteiligung an Startup

  • Auszubildende gründen bei BÜFA ihr eigenes „Unternehmen“
  • Chemieunternehmen beteiligt sich an Oldenburger Startup InProSens

Das Jahr 2020 ist geprägt durch die Corona-Pandemie und ihre zahlreichen Auswirkungen. So hat der Lockdown im Frühjahr auch bei BÜFA Spuren in der Geschäftsentwicklung hinterlassen. Im Verlauf des Jahres hat sich jedoch eine schrittweise Erholung abgezeichnet: „BÜFA ist durch die Corona-Pandemie sowohl positiv als auch negativ geprägt worden“, fasst Ralf Ramke, kaufmännischer Geschäftsführer bei BÜFA, zusammen.

Die durch das neuartige Virus hervorgerufene weltweite Krise bedeutet für BÜFA aber nicht Stillstand. Vielmehr werden neue Ideen oder auch Partnerschaften mit Startups und Neugründungen vorangetrieben.

Bei dem Oldenburger Familienunternehmen hat eine zukunftsorientierte, ausgezeichnete Aus­­bildung lange Tradition. Bereits vor der Corona-Pandemie ist bei BÜFA aber im Rahmen des Ausbildungskonzeptes ein weiteres Highlight entwickelt worden: die BÜFA-Auszubildenden haben in diesem Jahr eine eigenes „Unternehmen“ gegründet. „Bei BÜFA legen wir schon immer großen Wert auf eine praxisorientierte Ausbildung, in der auch eigenständig Aufgabenbereiche übernommen werden sollen“, berichtet Felix Thalmann, verantwortlicher Geschäftsführer der BÜFA-Gruppe. „Hier sind wir sogar noch einen Schritt weitergegangen: von Fachkräften der BÜFA lediglich beratend begleitet, haben unsere Auszubildenden von der Idee bis zur Realisierung auch alle relevanten Funktionen innerhalb einer neuen Azubi-Firma übernommen“, ergänzt Thalmann.

Entstanden ist eine Azubi-Firma mit dem Online-Shop www.gruene-tierwelt.de. Die Idee dazu wurde zu Beginn der Corona-Pandemie geboren. „Wir haben uns gefragt, was den Menschen wohl in diesen außergewöhnlichen Zeiten wirklich wichtig ist“, erzählt die Auszubildende Anna Pfeifer, wie die Idee zur „Firma“ entstand. „Mit einem tierischen Begleiter waren und sind viele Menschen nicht so einsam zu Hause“, so Pfeifer weiter. Für die Azubis war es daher eine logische Konsequenz, hochwertige, ökologische Produkte für Tiere anzubieten – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit von BÜFA.

Seit Anfang November 2020 bieten sie im neuen Online-Shop ein kleines Produktportfolio für Hunde, Katzen und Pferde, das nach und nach erweitert werden soll. „Gestartet sind wir mit Produkten, die wir selbst schon kannten oder uns für unsere eigenen Tiere gewünscht haben“, schildert die Auszubildende Vanessa Fischer. „Künftig heißt es jetzt auch, Erfahrungswerte mit Produkten zu sammeln, das Sortiment sinnvoll anzupassen und Kundenbedürfnisse aufzugreifen“, gibt Fischer einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Azubi-Firma und fügt hinzu: „Hier lernen wir im Kleinen, wie das große Ganze – eine Firma – funktioniert.“

Aber nicht nur im Bereich Ausbildung geht BÜFA neue Wege. Im Geschäftsfeld Cleaning ist das Chemieunternehmen auch eine Beteiligung mit dem Oldenburger Startup InProSens eingegangen. InProSens entwickelt innovative Analysesysteme für die Prozessanalytik und Qualitätssicherung. Auf Grundlage von Detektionstechniken können zahlreiche Substanzen in fester oder flüssiger Form zerstörungsfrei in Sekundenschnelle in diversen industriellen Produktionsprozessen gemessen werden. „Mit der Sensortechnik dieses jungen Unterneh­mens ergänzen wir hervorragend unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio bei BÜFA Reinigungssysteme“, begründet Felix Thalmann das Engagement.

Eingesetzt werden soll der neuartige Nahinfrarotsensor NIRScreen zur Identifizierung von Textilmaterialen und zur Analyse von Verschmutzungen auf Textilien. Denn sowohl jede Gewebesorte ist beim Waschen und Reinigen unterschiedlich zu behandeln als auch jede Art von Fleck. „Der Fleckendetektor von InProSens unterstützt auf diese Art und Weise die effektive und schonende Reinigung von Textilgeweben in Kombination mit unseren Produkten“, so Thalmann.

Zusätzlich kann der Sensor auch zur Identitätsprüfung von häufig gefälschten Materialien eingesetzt werden. Beispielsweise können mithilfe des Sensors Echtleder- und Kunstleder­artikel eindeutig identifiziert und unterschieden werden.

Seit 2018 agiert InProSens als eigenständiges Unternehmen, das aus der Universität Oldenburg ausgegründet worden ist. Neben dem EXIST-Gründerstipendium vom Bundes­ministerium für Wirtschaft und Energie an der Universität Oldenburg weisen die Gründer bereits jahrelange Erfahrung im Bereich der Entwicklung von Sensorik und Analysegeräten auf. Zum Kernteam gehören die Chemiker René und Alexandra Ungermann, der Wirt­schaftsinformatiker Thore Stratmann sowie der Systemelektroniker Janek Willms.

 

(v.l.) Projektleiter Hans Zabel, und die Auszubildenden Carina Stanke, Dmitri Jaschutkin, Lars Plönzig, Laetitia Haase, Chiara Hagemann, Vanessa Fischer, Jana Baxmeyer, Leon Recknagel, Bjarne Göricke sowie Ausbildungsleiterin Sabine Hinrichs. Es fehlen die Auszubildenden: Anna Pfeifer, Sabrina Seifert

 

Ansprechpartnerin Presse:

Dr. Anette Koch-Wegener
Telefon: 0441 9317-175
E-Mail: anette.koch-wegener@buefa.de

 

BÜFA erzielt in 2019 gutes Geschäftsergebnis

• Ergebnis und Absatzmengen übertreffen angestrebte Planergebnisse
• Geschäftsentwicklung 2020 unter dem Einfluss der Corona-Krise

Das Oldenburger Chemieunternehmen BÜFA ist in 2019 weiter profitabel gewachsen. Entgegen des allgemeinen Branchentrends hat die BÜFA-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr ein ausgesprochen gutes Ergebnis erzielt. Auch der Start ins Jahr 2020 verlief zunächst äußerst positiv. Mit Blick auf die laufende Geschäftsentwicklung spürt BÜFA aber die Auswirkungen der Corona-Krise.
Der konsolidierte Konzernumsatz der BÜFA-Gruppe konnte im Vergleich zu 2018 um über 2 Prozent von 219 Mio. EUR auf 224 Mio. EUR gesteigert werden. Die Absatzmengen haben sich im vergangenen Geschäftsjahr noch einmal von 159 auf 165 tausend Tonnen erhöht. Das Ordentliche EBIT verbesserte sich wieder und liegt mit 9,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 5,6 Mio. EUR.
„Wir haben uns in einem durchaus schwierigen Marktumfeld mit innovativen Produkten gut behauptet und neue Märkte, etwa im Bereich der gewerblichen Wäschereien, erschlossen“, fasst Felix Thalmann, vorsitzender Geschäftsführer der BÜFA-Gruppe, zusammen. „Wir sind breit und stabil aufgestellt und auch insgesamt solide finanziert. Die Eigenmittelquote liegt weiterhin über 50 Prozent der Bilanzsumme.“, ergänzt der kaufmännische Geschäftsführer Ralf Ramke.

Im ersten Quartal 2020 setzte sich die positive Geschäftsentwicklung noch unverändert fort. Mit dem Lockdown angesichts der Corona-Pandemie haben sich jedoch innerhalb kürzester Zeit veränderte Rahmenbedingungen in den einzelnen Geschäftsbereichen bei BÜFA ergeben. Bei BÜFA Reinigungssysteme schnellte im März der Absatz an Desinfektionsmitteln hoch. Um die extrem hohe Nachfrage zu bewältigen, sind zusätzliche Schichten unter Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingerichtet worden. Innerhalb von vier Wochen stieg der Umsatz von Personalhygieneprodukten um mehr als das Zehnfache an. Ebenso waren einzelne Rohstoffe, beispielsweise Ethanol, Isopropylalkohol oder Glycerin, in großen Mengen besonders nachgefragt. Stark rückläufig hat sich hingegen der gesamte europäische Composites-Bereich aufgrund von Betriebsschließungen und unterbrochenen Lieferketten gezeigt. Dies hat zu temporärer Kurzarbeit im Geschäftsfeld Composites geführt.
„Vor diesem Hintergrund werden wir insofern im Mai und Juni hinter unseren Erwartungen liegen“, resümiert Ralf Ramke. Basierend auf der aktuellen Prognose bewege sich die Geschäftsentwicklung der BÜFA-Gruppe frühestens ab der zweiten Jahreshälfte wieder in Richtung Plan. „Wir werden das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich mit einem Ergebnis abschließen, dass zwischen dem von 2018 und 2019 liegen wird“, so Ramke weiter. Die Erreichung der Jahresziele für 2020 stellt das Unternehmen deshalb unter Vorbehalt.
„2020 wird zwar ein herausforderndes Jahr bedingt durch die weltwirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, nichtsdestotrotz wird sich unser Unternehmen auch in diesen ungewöhnlichen Zeiten behaupten“, zeigt sich Thalmann positiv. BÜFA lege seinen Fokus konsequent auf die drei strategischen Handlungsfelder Digitalisierung, Innovationen und Nachhaltigkeit, um gestärkt aus der Krise gehen zu können.
So wird in wenigen Wochen das neue vollautomatisierte Hochregallager bei BÜFA Chemikalien in Hude-Altmoorhausen in Betrieb genommen. Rund 10.000 Palettenstellplätze zur Einlagerung von Rohstoffen aller Gefahrstoffklassen sind hier entstanden. „Mit unseren Lagerkapazitäten schaffen wir die Möglichkeit, globalisierte Lieferketten wieder ein Stück weit zu lokalisieren“, erläutert Thalmann.

Im April brachte das Oldenburger Familienunternehmen zudem einen Onlinegroßhandel für Chemikalien an den Start. Mit www.chemiekaufen.de digitalisiert BÜFA den Chemikalienhandel weiter und erschließt neue Vertriebswege. Geschäftskunden können hier derzeit über 800 Grund- und Spezialchemikalien für verschiedene Branchen bestellen und liefern lassen. Es bleibt allerdings nicht bei diesem einen Online-Shop, weitere sind schon in Planung.
Darüber hinaus kooperiert BÜFA mit dem Land Niedersachsen bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln. Gemeinsam mit weiteren niedersächsischen Unternehmen soll nicht nur die kurzfristige, sondern die mittel- und langfristige Versorgung des Gesundheitswe-sens mit Schutzausrüstung sichergestellt werden. Zugleich hat sich BÜFA zur Aufgabe gemacht, im Geschäftsfeld Composites viruzide Oberflächen zu entwickeln, auf denen sich Keime nicht festsetzen können.

Ungeachtet dieser Entwicklungen verliert die BÜFA-Gruppe aber ein weiteres, wichtiges Thema nicht aus den Augen: „Nachhaltigkeit wird auch nach der Corona-Krise einen hohen Stellenwert besitzen. Aus diesem Grund halten wir mit unterschiedlichen Maßnahmen auch an unserem Ziel fest, BÜFA bis 2021 klimaneutral aufzustellen“, betont Thalmann die grundsätzliche Ausrichtung der Unternehmensgruppe.